Was Matthäus bei Guirassy beobachtete: Das BVB-Geheimnis das niemand erwartet hatte
Serhou Guirassy vom BVB durchlebt derzeit eine schwierige Phase. Der 29-jährige Stürmer aus Guinea hat in den letzten sieben Ligapartien keine Torbeteiligung vorweisen können. Seine Körpersprache wirkt angespannt und gehemmt. Lothar Matthäus hat in einer Fußballdiskussion eine bemerkenswerte Analyse zu dieser Formkrise geliefert.
Matthäus beobachtet mangelnde mentale Präsenz bei Guirassy. Der Weltmeister von 1990 deutet an, dass der Angreifer nicht vollständig konzentriert wirkt. Fünf Treffer in dieser Saison stammen überwiegend aus den ersten Spielen. Trainer Niko Kovac verfolgt diese Entwicklung genau und lässt seinen Spieler nicht fallen. Silva wartet als Alternative hungriger auf seinen Einsatz und bringt eine andere Ausstrahlung mit.
Die Körpersprache unterscheidet sich deutlich zwischen den beiden Stürmen. Guirassy spielt ohne erkennbare Freude und wirkt niedergeschlagen. Matthäus sieht darin das Kernproblem: Der Stürmer sollte sich weniger Gedanken machen und wieder auf sein Toreschießen konzentrieren. Seine fehlende Natürlichkeit auf dem Platz fällt jedem Beobachter sofort auf.
Felix Nmecha könnte eine Schlüsselrolle in der deutschen Nationalmannschaft einnehmen. Sollte der Dortmunder Spieler seine aktuelle Entwicklung fortsetzen und verletzungsfrei bleiben, hätte er das Potenzial, zum Spielgestalter in der Nationalelf zu werden. Joshua Kimmich erfüllt diese Funktion aufgrund seiner neuen Position nicht mehr vollständig.
Bei Dayot Upamecano vom FC Bayern sieht Matthäus eine Vertragsverlängerung als gerechtfertigt an. Der Verteidiger zeigt seit eineinhalb Jahren stabile Leistungen nach anfänglichen Schwankungen. Seine Kontinuität rechtfertigt die finanzielle Investition. Er kennt die Mannschaft und hat Vertrauen im Verein aufgebaut.
Zur Torwart-Situation der Nationalmannschaft äußert sich Matthäus differenziert. Marc-André ter Stegen erhält nur in Ausnahmefällen Spielzeit und wird seinen Club in Spanien nicht verlassen. Oliver Baumann gilt daher als Favorit für die Nummer-eins-Position bei kommenden Turnieren.





