Prömel erhebt überraschend Anspruch auf eine Schlüsselrolle!
Nach einer langen Verletzungspause arbeitet Grischa Prömel daran, wieder zu alter Stärke zurückzufinden. In den bisherigen Saisonspielen wurde er ausschließlich eingewechselt, zuletzt gegen St. Pauli erst in der 70. Minute. Dort gelang ihm kurz nach seiner Einwechslung das entscheidende Tor zum 3:0, was Hoffenheim bereits den dritten Auswärtssieg der Saison bescherte.
Für Prömel war es bereits der zweite Saisontreffer, nachdem er schon gegen Frankfurt ein Tor erzielt hatte. Damit konnte er die Zweifel nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr endgültig ausräumen. Bei seinem Treffer auf St. Pauli überzeugte er mit Übersicht und Präzision, als er einen Konter souverän abschloss.
Sein Ziel ist es, an die Leistungen vor seiner Verletzung anzuknüpfen und sich erneut als Stammspieler zu etablieren. Prömel möchte am liebsten schon beim nächsten Spiel gegen Heidenheim wieder von Beginn an auflaufen. „Ja, das würde ich mir natürlich wünschen“, erklärte Prömel, „ich bin fit und probiere natürlich unter der Woche, es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen.“
Der 30-Jährige betont, dass er sich körperlich wieder auf dem alten Niveau sieht. „Also, ich fühle mich gut, ich fühle mich bereit“, so Prömel, „ich habe auch wieder die Power, über 90 Minuten zu gehen.“ Neben dem sportlichen Aspekt ist Prömel auch als Führungspersönlichkeit gefragt, denn er wurde zum Vizekapitän gewählt.
„Ja, das ist natürlich auch mein Anspruch, das ist, glaube ich, auch selbsterklärend“, bestätigt Prömel seine Ambitionen, „ich muss weiter Gas geben.“ Diese Rolle möchte er vor allem als Stammkraft ausfüllen, um der Mannschaft auf und neben dem Platz zu helfen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist seine Vertragssituation, denn sein aktueller Kontrakt läuft am Saisonende aus. Bis zur Winterpause möchte er mit guten Leistungen in die Gespräche mit Sportgeschäftsführer Andreas Schicker gehen, um eine Verlängerung zu erreichen.
Prömel sieht zudem die schlechte Heimbilanz der TSG als dringend zu verbessernde Baustelle. „Ja, das sind wir den Fans schuldig“, sagt Prömel, „das wissen wir natürlich, wir haben zu Hause eine bodenlose Bilanz.“ Alle Heimspiele in dieser und die letzten beiden der vergangenen Saison wurden verloren, was er schnellstmöglich ändern möchte.
Er betont die Bedeutung von Heimsiegen nicht nur für die Fans, sondern für die gesamte Region. „Das ist auch wichtig für die komplette Region, dass wir auch mal zu Hause die Spiele ziehen“, meint Prömel, „wenn wir zu Hause nie gewinnen, ist es auch schwierig, die Leute ins Stadion zu bekommen.“ Bislang wurde die Atmosphäre in Sinsheim eher von den Gästefans dominiert, während Hoffenheim auswärts deutlich erfolgreicher auftritt. In der Heimtabelle ist die TSG aktuell Schlusslicht.





