Polanski entfacht mit seiner Leidenschaft ein Feuer, das alle mitreißt

Nach dem plötzlichen Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach übernimmt Eugen Polanski die Verantwortung als Interimstrainer. Nur einen Tag nach seiner ersten Trainingseinheit präsentierte er sich erstmals auf der Pressekonferenz und machte dabei einen entschlossenen und fokussierten Eindruck. Polanski, einst selbst Spieler bei Gladbach und anderen Bundesligisten, steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den Verein aus einer anhaltenden Ergebniskrise zu führen.

Gladbach steckt nach nur einem Punkt aus drei Spielen und zehn sieglosen Ligapartien in Serie tief im Tabellenkeller. Polanskis erste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor: Am Sonntag wartet das Duell beim Nachbarn und Vizemeister Bayer 04 Leverkusen. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit auf diese Herausforderung zeigte sich Polanski auf der Pressekonferenz optimistisch und betonte seine Verbundenheit zum Klub.

Sein Ansatz ist klar und basiert auf Leidenschaft, wie er offen erklärte: „Die Basis ist Leidenschaft. Das wollen auch die Fans sehen, dass sich eine Mannschaft zerreißt und so der Funke überspringt. Ich kenne auch glaube ich keinen Verein, der mehr Support bei Auswärtsspielen hat als Borussia Mönchengladbach. Das ist teilweise für die Anhänger noch cooler als Heimspiele.“ Besonders betonte Polanski die Bedeutung des Teamgeistes und die Übertragung der eigenen Energie auf die Fans.

Unterstützung erhält er auch von Sport-Geschäftsführer Roland Virkus, der Polanskis Bindung an den Verein herausstellte: „Eugen ist hier in diesem Klub sozialisiert worden, kennt die Werte des Vereins. Wir trauen ihm zu 100 Prozent zu, dass er diese Aufgabe gut erfüllen wird.“ Virkus unterstrich, dass Polanski mit seinem individuellen Stil der Mannschaft neue Impulse geben kann und das Selbstvertrauen zurückbringen soll.

Polanski selbst sieht in seiner neuen Rolle keinen zusätzlichen Druck, trotz der schwierigen Ausgangslage. Er legt Wert darauf, mit Authentizität und Einsatzbereitschaft voranzugehen. „Natürlich bin ich abends platt, weil der Tag immer lang ist. Da hat mir meine Frau auch einmal mehr den Teller weggeräumt, weil ich nach dem ersten Tag wirklich kaputt war“, schilderte er ehrlich seine ersten Eindrücke.

Von der Erwartung, sich als Übergangstrainer direkt für eine feste Anstellung zu empfehlen, hält Polanski wenig. Für ihn steht das Wohl der Mannschaft im Vordergrund: „Wenn ich einen Vierjahresvertrag hier unterschrieben hätte, würde ich in Leverkusen auch direkt gewinnen wollen.“ Vielmehr möchte er alles investieren, um das Team, das seiner Meinung nach „alles kann“, zu motivieren und neu zu entfachen.

Polanski profitiert auch von seinen Erfahrungen als Spieler unter renommierten Trainern wie Jupp Heynckes, Thomas Tuchel, Julian Nagelsmann und Huub Stevens. Diese Einflüsse helfen ihm, unterschiedliche Ansätze zu erkennen und auf die aktuelle Situation zu übertragen. Seine Überzeugung ist eindeutig: „In den Analysen und Besprechungen habe ich kein Problem erkannt, was man nicht lösen kann. Es ist eine sehr homogene Truppe, die gut aufeinander abgestimmt – und die auch unbedingt will.“

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