Wittmann entlarvt: Skandalöse Enthüllungen über Lügen und Beleidigungen erschüttern die Öffentlichkeit
Im Zusammenhang mit dem Haus- und Stadionverbot gegen Roger Wittmann bei der TSG Hoffenheim wurden im Landgericht Heidelberg neue Details bekannt. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen schwere Vorwürfe gegen Wittmann, der unter anderem wegen Beleidigungen und Drohungen kritisiert wurde.
Die Hoffenheimer Vereinsführung musste vor Gericht begründen, warum Wittmann, ein langjähriger Vertrauter von Dietmar Hopp, vom Stadion ausgeschlossen wurde. Wittmann hatte gegen das Verbot geklagt und forderte eine Erklärung für die drastische Entscheidung.
Laut Aussagen verschiedener Funktionäre soll Wittmann mehrfach Verantwortliche des Vereins beleidigt haben. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass er dem Vorsitzenden Dr. Markus Schütz Schläge angedroht und Sportdirektor Frank Kramer als „Affe“ bezeichnet haben soll.
Im Zentrum der Auseinandersetzung stand jedoch die Beschimpfung des Vereinsvorsitzenden Jörg Albrecht als „Wichser“. Dieser Vorfall wurde durch eine Audiodatei belegt, die von der TSG als Beweismittel angeführt wurde. Wittmann hatte die Anschuldigung zunächst bestritten.
Wittmanns Anwältin erklärte vor Gericht, ihr Mandant habe diese Worte nie benutzt. Eine entsprechende eidesstattliche Erklärung wurde jedoch nicht abgegeben. Erst nachdem die Beweislage festgefahren schien, spielte die TSG die Audiodatei als entscheidenden Beweis aus.
Richterin Ute Schneiderat machte deutlich, dass sich Wittmann strafbar gemacht hätte, wenn er entgegen der Faktenlage eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hätte. Im Verlauf der Verhandlung bot Wittmann schließlich an, künftig auf solche Wortwahl zu verzichten.
Die TSG wollte sich bis zur Urteilsverkündung nicht näher zum laufenden Verfahren äußern. Das Urteil wird in einer Woche erwartet. Ob die vorgebrachten Vorwürfe reichen, um Wittmanns Klage abzuweisen und das Verbot aufrechtzuerhalten, bleibt abzuwarten.
Für Wittmann dürfte der Prozess unabhängig vom Ausgang Imageschäden bedeuten. Selbst bei einem juristischen Erfolg käme dieser angesichts der aufgedeckten Verfehlungen einem Pyrrhussieg gleich. Auch für Dietmar Hopp, der die Maßnahme gegen Wittmann zuvor als „große Schweinerei“ bezeichnet hatte, ist die Entwicklung unangenehm.
Die TSG verfolgt das Ziel, Wittmanns Einfluss und den seiner Beratungsagentur Rogon deutlich zu begrenzen. Jahrzehntelang hatte Wittmann durch seine Nähe zu Hopp Personalentscheidungen mitbestimmt. Die aktuelle Führung will sich nun endgültig von dieser Fremdbestimmung lösen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei, dass Hopp inzwischen seine Stimmenmehrheit an den Stammverein zurückgegeben hat. Dadurch steht Albrecht als Hauptgesellschafter hinter dem neuen Kurs, Wittmanns Einfluss soll auf ein branchenübliches Maß reduziert werden.





