Schock! Schlotterbeck darf immer noch nicht in Zweikämpfe gehen

Die Rückkehr von Nico Schlotterbeck bleibt für Borussia Dortmunds Fans ein zentrales Thema. Nach seinem Meniskusriss vor fünf Monaten ist der Verteidiger nun zumindest wieder teilweise ins Mannschaftstraining eingestiegen, was für optimistische Stimmung in Dortmund sorgt. Fotos vom Training, die Schlotterbeck lachend mit Ball am Fuß zeigen, ließen die Hoffnung auf ein baldiges Comeback steigen.

Der Verein geht jedoch vorsichtig mit Schlotterbecks Genesung um. Trainer Niko Kovac erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim: „Schlotti hat mitgemacht, aber noch ohne Gegnerkontakt. Er soll noch keine Zweikämpfe führen. Wenn aber ein Innenverteidiger eine Option für ein Pflichtspiel sein möchte, dann muss er das können. So weit ist er aber noch nicht – und wir geben ihm die Zeit, damit er zu 100 Prozent einsetzbar ist.“

Kovac betonte, wie sehr Schlotterbeck auch für die deutsche Nationalmannschaft vermisst wird. Beim jüngsten Länderspiel war Schlotterbeck im Stadion und wurde mehrfach im Fernsehen gezeigt, was bei vielen Fans für Begeisterung sorgte. Die Nachfrage nach seinem Comeback ist sowohl beim Klub als auch beim DFB groß, doch der Trainer will kein Risiko eingehen.

In den letzten Monaten vertrat Ramy Bensebaini den Nationalspieler in der Dortmunder Abwehr solide, sodass kein unmittelbarer Druck besteht, Schlotterbeck übereilt zurückzubringen. Kovac bittet um Geduld: „Wir müssen von Klubseite aus zusehen, dass er gesund und fit ist, denn das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass man überhaupt Leistung abliefern kann. Nico wird uns ein Zeichen geben, wozu er sich bereit fühlt – und dann werden wir das so interpretieren, wie es sein muss.“

Mit Blick auf die kommenden englischen Wochen, in denen der Spielplan besonders dicht ist, erwartet man, dass Schlotterbeck frühestens Ende September wieder im Kader stehen könnte. Ob er dann auch sofort wieder für die Nationalmannschaft infrage kommt, ist aber noch offen.

Auch Neuzugang Fabio Silva bleibt vorerst außen vor. Der portugiesische Offensivspieler hat weiterhin mit Adduktorenproblemen zu kämpfen. Kovac sagte dazu: „Peu à peu“ soll der Portugiese in den kommenden Tagen und Wochen näher an die Mannschaft herangeführt werden, dazu stehe er im Austausch mit der medizinischen Abteilung des Klubs. Klar sei, „dass ich keine Anstalten mache, da zu pushen, solange es von dort kein grünes Licht gibt.“

Fortschritte gibt es hingegen bei Carney Chukwuemeka und Aaron Anselmino, die bereits vor der Länderspielpause zum Einsatz kamen und nun erneut im Kader stehen. Bei Anselmino ist sogar ein Platz in der Startelf wahrscheinlich, obwohl Abwehrtalent Filippo Mane nach seiner Rotsperre wieder verfügbar ist.

Neben Schlotterbeck fehlen dem BVB in Heidenheim weiterhin Emre Can, Niklas Süle und Julien Duranville verletzungsbedingt. Der Einsatz von Julian Brandt ist nach seiner Kahnbein-Operation noch ungewiss.

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