Torunarigha schockiert Fans: Bleibt er trotz Unsicherheit weiter im Team?
Nachdem Merlin Polzin die Trainingswoche des HSV mit einer Einheit im „Tough Gym“ eröffnet hatte, setzte Jordan Torunarigha sein Training individuell auf dem Platz fort. Ziel war es, am Samstag in München in bester körperlicher Verfassung zu sein. Torunarighas Start beim Hamburger SV verlief bisher jedoch alles andere als reibungslos.
Der Innenverteidiger, der mit großen Erwartungen aus Belgien kam, hatte einen schwierigen Einstand. In der Vorbereitung fiel er durch eine rote Karte bei einem Testspiel auf Mallorca negativ auf. Auch im Pokalspiel in Pirmasens sowie beim Stadtderby gegen St. Pauli zeigte er durchwachsene Leistungen. Nur das Spiel in Mönchengladbach war stabil und gilt nun als Referenz.
Laut Merlin Polzin kam die Länderspielpause für Torunarigha zur rechten Zeit, da sie ihm half, körperliche Beschwerden auszukurieren und die Derby-Niederlage zu verarbeiten. Nach einer Pause und einem individuellen Trainingsauftakt stieg der gebürtige Chemnitzer wieder voll ins Mannschaftstraining ein und ist somit bereit für das wichtige Spiel in München.
Die Unsicherheiten bezüglich Torunarighas Form sind auch Trainer Polzin nicht entgangen. „Wir versuchen uns von Strömungen, die von außen kommen, nicht beeinflussen zu lassen“, betont Polzin. Er ergänzt: „Jordan weiß selbst genau, was er gut gemacht hat und an welchen Dingen er noch arbeiten muss. Er ist sehr reflektiert und selbst sein härtester Kritiker. Es war gerade gegen St. Pauli noch nicht so, dass er zufrieden war.“
Trotzdem hält Polzin an Torunarigha fest, obwohl mit Aboubaka Soumahoro ein weiterer Linksfuß für die Dreierkette zur Verfügung steht. Der junge Franzose hatte nach einer langen Verletzungspause große Erwartungen geweckt, verursachte jedoch in Testspielen einige Gegentore. Dennoch ist Polzin überzeugt: „Abou wird uns noch viel Freude in dieser Saison bereiten.“ Noch sieht er Soumahoro aber nicht als festen Bestandteil der Startelf.
Zudem betont Polzin, dass ein linker Fuß auf der Position in der Dreierkette zwar vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig ist. „Das ist im modernen Fußball nicht zwingend. Sebastian Schonlau hat in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass man auch fußverkehrt spielen kann.“ Der ehemalige Kapitän Schonlau spielte jahrelang als Rechtsfuß auf der linken Innenverteidigerposition.
Für den HSV bedeutet das, dass auch Spieler wie Daniel Elfadli, der seinen Platz als Abwehrchef wohl an Luka Vuskovic verliert, auf der linken Seite der Dreierkette eingesetzt werden könnten. Vorerst setzt Polzin jedoch weiter auf Torunarigha und hofft, dass dieser in München sein Potenzial abrufen kann.





