Bellingham-Schock! Plötzliche Wechselwirbel und Seelt mischt alles auf
Kurz vor Transferschluss wechselte Jenson Seelt vom englischen Club AFC Sunderland zum VfL Wolfsburg. Der Bundesligist reagierte damit auf Verletzungsprobleme und Abgänge in der Abwehr. Seelt, eigentlich für einen Wechsel zu NEC Nijmegen vorgesehen, landete überraschend in Deutschland, obwohl die Vereinbarungen mit dem niederländischen Klub bereits getroffen waren.
Wilco van Schaik, Geschäftsführer von NEC, zeigte sich enttäuscht über den geplatzten Wechsel: „Das war schon beschlossene Sache“, erklärte er gegenüber ESPN. „Die Vereinbarungen waren bereits getroffen, und plötzlich sahen wir ihn im Trikot von Wolfsburg.“ Die Entscheidung für Wolfsburg fiel kurzfristig und überraschte viele Beteiligte.
Seelt selbst beschreibt den Tag des Wechsels als besonders hektisch. „Der Montag war ein sehr hektischer Tag“, berichtete er. Ursprünglich war er davon ausgegangen, in Sunderland zu bleiben. Erst zum Monatsende informierten ihn seine Berater über das Interesse des VfL, woraufhin er nach Deutschland reiste und den Leihvertrag unterschrieb.
Bereits zwei Tage später stand Seelt im Testspiel gegen Paderborn erstmals auf dem Platz. Über seinen neuen Verein ist er glücklich: „Ich bin glücklich, bei diesem großen Verein unterschrieben zu haben.“ Er sieht Wolfsburg als idealen Ort für seine Weiterentwicklung und lobt insbesondere die hervorragenden Trainingsbedingungen.
Seelt verbindet mit Wolfsburg große Namen wie Kevin De Bruyne und Edin Dzeko. Das Vorbild Micky van de Ven, der den Sprung von Wolfsburg in die Premier League schaffte, motiviert ihn besonders: „Er ist ein großartiger Spieler, also hoffe ich, dass ich das Gleiche oder Ähnliches erreichen kann.“
Der junge Niederländer sieht seine Stärken in der Manndeckung und im Passspiel, betont aber auch, dass er noch an sich arbeiten müsse: „Natürlich muss ich noch an einigen Dingen arbeiten, ich denke aber, dass ich ziemlich komplett bin.“ Nach einer schweren Knieverletzung in der Vorsaison will er nun in Deutschland neu angreifen und sich schnell im Team etablieren.
Seelt weiß, dass die Konkurrenz bei Wolfsburg groß ist und schätzt die Leistungen seiner Mitspieler Moritz Jenz und Konstantinos Koulierakis. Dennoch ist er bereit für die Herausforderung: „Es wird nicht einfach für mich sein, direkt in die Startelf zu kommen. Aber ich habe dem Trainer gesagt, dass ich bereit bin.“
Vor dem kommenden Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln und dem darauffolgenden Duell mit Borussia Dortmund freut sich Seelt besonders auf ein Wiedersehen mit Jobe Bellingham, einem ehemaligen Teamkollegen aus Sunderland. „Zuerst konzentriere ich mich auf Köln, dann schreibe ich ihm“, so Seelt über seinen Plan für die nächsten Wochen.





