Wind schockiert Wolfsburg: Kehrt das Sturm-Talent wirklich so langsam zurück?

Jonas Wind arbeitet nach einer längeren Muskelverletzung daran, sich wieder in den Sturm des VfL Wolfsburg zurückzukämpfen. In der Sommer-Vorbereitung hatte ihn die Verletzung viele Trainingsminuten gekostet, was auch seine Chancen auf einen Vereinswechsel beeinträchtigte. Während der dänischen Nationalmannschaft beim 0:0 gegen Schottland musste Wind noch als Zuschauer zuschauen. Die Frage, ob er gegen die Briten erfolgreich gewesen wäre, bleibt hypothetisch.

Inzwischen hat Wind zumindest erste Rückkehrschritte gemacht. Beim zweiten Saisonspiel gegen Mainz wurde er in den Schlussminuten eingewechselt. Im anschließenden Testspiel gegen den SC Paderborn 07 durfte er in der ersten Halbzeit spielen und erzielte ein Tor per Kopf, das jedoch nicht zum Sieg reichte.

Trainer Paul Simonis fand lobende Worte für Wind: „Wir alle sehen die Qualitäten von Jonas. Er ist ein wirklich intelligenter Stürmer. Am Ball ist er der beste von den dreien, die wir haben“, so Simonis im Vergleich zu Mohammed Amoura und Dzenan Pejcinovic. Dennoch sieht Simonis noch Nachholbedarf.

Obwohl Wind als Verbindungsspieler und für sein Kombinationsspiel geschätzt wird, ist klar, dass er sich erst wieder an das gewünschte Leistungsniveau heranarbeiten muss. „Jonas hat lange Zeit nicht gespielt, aber man sieht, dass er als Verbindungsspieler wirklich intelligent ist. Er kann den Ball halten, er findet immer den Mitspieler, er hat immer den Überblick, sodass er in solchen Situationen nie in Stress gerät“, betonte Simonis weiter.

Der niederländische Coach sieht Wind als spielenden Mittelstürmer mit großem Aktionsradius, der dem Team im Verlauf der Saison sicherlich wieder nützlich sein wird. Dennoch betont Simonis den aktuellen Rückstand: „Er muss noch einiges an Arbeit investieren, denn das ist noch nicht das Niveau, das wir erreichen wollen.“

Die zentrale Sturmposition beim VfL Wolfsburg bleibt vorerst anderweitig besetzt. Dzenan Pejcinovic konnte sich jüngst in der deutschen U 21 mit einem Tor beim Sieg gegen Albanien empfehlen. Simonis stellte klar: „In dieser Hinsicht ist Dzenan meilenweit voraus. Aber das ist auch logisch, wenn man so lange nicht gespielt hat.“

Für Wind heißt es deshalb, weiter hart zu arbeiten, um seine Rolle im Verein und später auch wieder in der Nationalmannschaft zurückzuerobern. Seine Qualitäten sind unbestritten, doch vorerst bleibt Geduld gefragt.

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