Angers-Transfer von Mounié platzt: Was steckt hinter dem geplatzten Deal?
Steve Mounié stand beim FC Augsburg zuletzt im Mittelpunkt, da sich seine sportliche Zukunft erneut als ungewiss erweist. Der Angreifer, der ursprünglich für eine Saison nach Angers ausgeliehen werden sollte, sah sich durch finanzielle Schwierigkeiten des französischen Klubs mit einer kurzfristigen Planänderung konfrontiert. Obwohl der Wechsel bereits ausgehandelt war, scheiterte das Vorhaben am Ende doch.
Während der Saisonvorbereitung konnte Mounié mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Er erzielte unter anderem drei Tore gegen Memmingen und zwei Treffer im Duell mit Pisa. Auch im Pokalspiel in Halle war er mit einem wichtigen Führungstor erfolgreich. Trotzdem blieb ihm beim Bundesliga-Auftakt in Freiburg ein Einsatz verwehrt; er verbrachte die gesamte Partie auf der Bank.
Trainer Sandro Wagner zeigte sich dennoch gelassen hinsichtlich der Situation. „Ich mache mir nicht in die Hosen“, erklärte er, als Mounié bereits beim Heimspiel gegen Bayern fehlte. Wagner setzt auf das Vertrauen in die vorhandenen Spieler, wie Phillip Tietz, der als Vize-Kapitän in die Saison startete, sowie Samuel Essende, der nach einer Sperre zurückkehrt. Mounié hätte unter Wagner ohnehin wohl nur eine Rolle als Einwechselspieler eingenommen.
Der 30-jährige Stürmer ist derzeit mit der Nationalmannschaft Benins unterwegs, die in der afrikanischen WM-Qualifikation auf Simbabwe und Lesotho trifft. Während seiner Abwesenheit bleibt die Frage, wie es für ihn weitergeht. Mounié und seine Berater halten nach neuen Möglichkeiten Ausschau, wobei ein Wechsel nach Saudi-Arabien oder in die Türkei weiterhin realistisch erscheint.
Was vor wenigen Wochen noch nach einem verheißungsvollen Neustart aussah, könnte somit früher als erwartet enden. Mounié war erst vor einem Jahr ablösefrei vom Stade Brest nach Augsburg gekommen, hatte dort jedoch lediglich 16 Kurzeinsätze absolviert und nur ein Tor erzielt. Die Zeit drängt, denn das Transferfenster in einigen Ländern bleibt nicht mehr lange geöffnet.
Für den FC Augsburg bedeutet Mouniés ungewisse Zukunft eine zusätzliche Herausforderung. Die sportlichen Planungen müssen flexibel bleiben, während der Spieler selbst mit Unsicherheit über seinen nächsten Karriereschritt lebt. Alles bleibt offen, bis eine Entscheidung gefallen ist.





