Toppmöller schlägt Alarm: Hat Hoffenheim jetzt eine völlig neue Fußball-DNA?
Nach dem klaren 4:1-Sieg gegen Bremen steht Eintracht Frankfurt nun vor seiner ersten echten Bewährungsprobe der Saison bei TSG Hoffenheim. Die Begegnung findet in Sinsheim statt, wo trotz Auswärtsspiel ein Heimspielgefühl aufkommen könnte. Rund 10.000 Frankfurter Fans werden erwartet und könnten für eine besondere Stimmung sorgen.
Trainer Dino Toppmöller betonte am Donnerstag: „Es ist schon etwas ganz Besonderes vor dem Spiel rauszukommen und zu sehen, dass das halbe Stadion mit Eintracht-Fans gefüllt ist. Da freuen wir uns drauf und wollen das auf dem Platz zurückgeben.“ Zudem erwartet er ein intensives Duell gegen das Team von Christian Ilzer, dessen Handschrift bei Hoffenheim mittlerweile deutlich zu erkennen sei.
Toppmöller lobte die Entwicklung der Hoffenheimer Mannschaft während der Vorbereitung und den jüngsten Siegen in Rostock und Leverkusen. Die TSG verfüge nun über eine „neue Identität“ und spiele auf einem anderen Intensitätslevel als zuvor. Besonders hervorgehoben wurden Spieler wie das Sturmduo Fisnik Asllani und Tim Lemperle, sowie Leon Avdullahu und Bernardo.
Bei Eintracht Frankfurt herrscht nach dem starken Auftritt gegen Bremen große Zuversicht. Toppmöller lobte die Leistung, gab aber zu, dass noch Verbesserungspotenzial bestehe, etwa beim Positionsspiel im Pressing. In der Vorbereitung auf das nächste Spiel wurde daran gezielt gearbeitet.
Personell muss Frankfurt weiterhin auf Kaua Santos verzichten, der nach seinem Kreuzbandriss noch nicht einsatzbereit ist. Michael Zetterer wird ihn weiterhin vertreten. Ob Ellyes Skhiri bereits am Samstag spielen kann, entscheidet sich kurzfristig. Nathaniel Brown gilt nach seinem Kurzeinsatz gegen Bremen wieder als Kandidat für die Startelf.
Auch offensiv gibt es Bewegung: Ansgar Knauff und Elye Wahi konnten sich nach Einwechslungen empfehlen. „Ich glaube, dass man in dem Spiel die Wichtigkeit von Ansgar und den Aufschwung von Elye gesehen hat“, lobte Toppmöller. Wahi sei nun „noch mal einen Schritt näher an die Startelf rangerückt“, muss sich jedoch gegen Neuzugang Jonathan Burkardt behaupten.
Im Hinblick auf mögliche Abgänge sagte Toppmöller: „Wir sind mit 24 Feldspielern auf dem Trainingsplatz, das ist schon ein bisschen zu viel, um konzentriert mit der Gruppe zu arbeiten.“ Spieler wie Eric Junior Dina Ebimbe, Mo Dahoud, Hrvoje Smolcic und Aurelio Buta gelten als Wechselkandidaten. Verstärkungen sind aktuell nicht geplant, stattdessen soll der bestehende Kader weiterentwickelt werden.
Besonders auf junge Talente wie Collins, Brown, Hugo Larsson, Fares Chaibi, Jean-Matteo Bahoya und Can Uzun setzt Toppmöller große Hoffnungen. „Wir haben einige Spieler bei uns im Kader, von denen wir uns den nächsten Entwicklungssprung erhoffen und bei denen wir sehr positiv gestimmt sind, dass der kommt“, erklärte der Coach.
Auch Elias Baum, der zuletzt fehlte und mit einer Leihe in Verbindung gebracht wurde, soll laut Toppmöller den nächsten Schritt bei der Eintracht machen: „Von ihm erwarten wir uns natürlich auch, dass er hier gemeinsam mit uns Entwicklungsschritte geht.“ Damit setzt Frankfurt weiterhin auf die eigene Nachwuchsförderung.





