Schockierende Wende: VAR darf jetzt bei regelwidrigen Freistößen nach Lukeba-Eklat eingreifen!

Schockierende Wende: VAR darf jetzt bei regelwidrigen Freistößen nach Lukeba-Eklat eingreifen!

Ein umstrittener Freistoß von Leipzigs Castello Lukeba beim Bundesliga-Auftakt hat eine bedeutende Regeländerung im Umgang mit dem VAR ausgelöst. Der Vorfall führte dazu, dass das Protokoll des Video Assistant Referee (VAR) angepasst wurde, um ähnliche Situationen in Zukunft anders zu bewerten.

Beim Eröffnungsspiel der Bundesliga hatte Lukeba einen Freistoß ausgeführt und war direkt mit dem Ball losgedribbelt. Sein Regelverstoß blieb von den Unparteiischen auf dem Feld unbemerkt, was in der Folge zu einem Tor für die Gäste durch Antonio Nusa führte. Die Bayern, insbesondere Joshua Kimmich, protestierten heftig, woraufhin der VAR eingriff.

Damals war das Handeln des VAR jedoch nicht durch das bestehende Protokoll gedeckt. Nach den bisherigen Vorgaben durfte der VAR die Angriffsphase vor einem Treffer lediglich auf relevante Regelverstöße prüfen, nicht aber die korrekte Ausführung eines Freistoßes nach einer Unterbrechung. Das Schiedsrichterteam um Florian Badstübner übersah den Regelverstoß.

Alex Feuerherdt, Kommunikationsleiter der DFB Schiri GmbH, räumte gegenüber dem kicker ein: „Dass Lukeba, statt den Freistoß korrekt auszuführen, einfach mit dem Ball losgedribbelt ist, hat leider keiner der Unparteiischen auf dem Feld wahrgenommen.“ Er ergänzte: „Die anschließende Torerzielung ist vom VAR gecheckt worden, aber die Art der Ausführung eines Freistoßes im Vorfeld eines Tores zu überprüfen, gehört streng genommen nicht zu seinen Aufgaben.“

Nun wurde durch das International Football Association Board (IFAB) klargestellt, dass das zweimalige Spielen des Balls durch den ausführenden Spieler bei einer Spielfortsetzung wie Freistoß oder Eckstoß nicht mehr als ein zusammenhängender Vorgang gilt. Laut DFB gilt ab sofort: Bringt der Spieler den Ball mit dem ersten Kontakt regulär ins Spiel, beginnt damit die Angriffsphase. Ein zweiter, regelwidriger Kontakt des gleichen Spielers wird nun als Vergehen in dieser Phase betrachtet.

Diese weltweit gültige Präzisierung erfolgte nach einem „intensiven Austausch“ zwischen dem IFAB-Gremium und Dr. Jochen Drees, dem Leiter der Video-Assistenten der DFB Schiri GmbH. Künftig erhält in solchen Fällen nicht die angreifende, sondern die verteidigende Mannschaft einen indirekten Freistoß zugesprochen.

Beim besagten Spiel allerdings hatte Schiedsrichter Badstübner den Fehler nicht erkannt und ließ den Freistoß mehrere Minuten später wiederholen, was einen weiteren Regelverstoß darstellte. Die Anpassung der Regeln soll nun für mehr Klarheit und Fairness in ähnlichen Situationen sorgen.

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