Gnabry überrascht alle: Plötzlicher Aufstieg zum Bayern-Star des Sommers!
Serge Gnabry hat im ersten Bundesligaspiel der Saison beim FC Bayern mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam gemacht. Die Diskussionen um seine Zukunft beim Verein sind dadurch erneut entfacht worden, denn sein Vertrag läuft im kommenden Juni aus. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob seine beeindruckende Vorstellung gegen Leipzig ein Vorgeschmack auf sein Potenzial im letzten Vertragsjahr ist oder nur eine Ausnahme.
Joshua Kimmich, enger Freund von Gnabry und dessen Trauzeuge, scherzte nach dem Spiel über die geringere Frequenz ihrer Treffen, seit Gnabry in die Stadt gezogen ist. Trotzdem schätzt Kimmich den Austausch mit ihm, der nicht immer nur den Fußball betrifft. Den Auftritt seines Teamkollegen gegen Leipzig fand Kimmich so bemerkenswert, dass er ihm noch auf dem Weg zur Kabine ein Kompliment machte. „Außergewöhnlich gut“ nannte er Gnabrys erste Halbzeit und hob hervor, dass dieser kaum Bälle verlor und viele kluge Entscheidungen traf.
Unter Trainer Vincent Kompany hat sich Gnabrys Rolle verändert. Er wird nicht mehr nur als Joker eingesetzt, sondern soll als Stammspieler Verantwortung übernehmen, zumindest solange Jamal Musiala verletzt fehlt oder keine neue Verstärkung verpflichtet wird. In diesem Transfersommer, der für Bayern nicht optimal verlief, gilt Gnabry als einer der Gewinner.
Sportvorstand Max Eberl verteidigt Gnabry und verweist auf dessen Verletzungsprobleme und einen privaten Schicksalsschlag im vergangenen Jahr. Trotz begrenzter Einsätze sammelte Gnabry in der Vorsaison mehr Torbeteiligungen als in der aktuellen Spielzeit, doch insgesamt reichte es bislang nicht, um sich für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen. Eberl betont aber: „Jetzt ist er körperlich da. Er ist bereit, das merkt man. Er hat Lust, es passt von der Kombination mit den Jungs zusammen, die Positionswechsel.“
Besonders das Zusammenspiel mit Neuzugang Michael Olise funktionierte gegen Leipzig hervorragend. Die beiden wechselten immer wieder die Positionen auf der rechten und zentralen Seite. Das 2:0 durch Luis Diaz bereitete Gnabry sogar per Hacke vor, was Kimmich zu Jubelstürmen animierte. „Bei uns auf dem Platz hat sich das schon sehr, sehr gut angefühlt“, sagte Kimmich schmunzelnd.
Trainer Vincent Kompany lobte Gnabry ebenfalls: „Er hat nicht viele Schwächen.“ Kompany betonte weiter: „Man sieht natürlich die Meinung außerhalb, und es gibt unsere Meinung, die Meinung seiner Mitspieler. Es gibt fast keine Highlights ohne Tore oder Vorlagen von Serge, wenn man ehrlich ist.“ Die Hoffnung ist nun groß, dass Gnabry diesen Trend fortsetzen kann.
Schon im kommenden Pokalspiel in Wiesbaden sowie beim Ligaspiel gegen Augsburg wird Gnabry erneut im Fokus stehen. Für ihn geht es nicht nur um den sportlichen Erfolg, sondern auch darum, sich für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen und seinen Wert für den FC Bayern zu unterstreichen.





