Schock bei Werder: Deman mit Knöchelbruch – Wird der Transfermarkt jetzt zur Pflicht?

Schock bei Werder: Deman mit Knöchelbruch – Wird der Transfermarkt jetzt zur Pflicht?

Der SV Werder Bremen sieht sich vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison mit erheblichen Personalsorgen konfrontiert. Nach der bereits angespannten Situation um die Verpflichtung eines neuen Torwarts kam es zu einer weiteren Hiobsbotschaft: Olivier Deman musste das Training abbrechen und wurde noch am selben Tag untersucht.

Die Diagnose fiel ernüchternd aus: Ein Bruch des rechten Außenknöchels zwingt Deman zu einer mehrmonatigen Pause. Bereits am Donnerstag steht für ihn eine Operation an. Cheftrainer Horst Steffen äußerte sich betroffen über die Verletzung seines Spielers: „Es tut mir für Olivier wahnsinnig leid. Er war gerade richtig gut in Schwung gekommen. Jetzt werden wir ihm jede Unterstützung geben, damit seine Rehaphase optimal verläuft und er so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückkommen kann.“

Neben Deman fehlen dem Trainerteam aktuell weitere Stammkräfte. Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Jens Stage (Fußverletzung), Amos Pieper (Hüft-OP) und Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) stehen Steffen derzeit ebenfalls nicht zur Verfügung. Immerhin befindet sich Stage bereits im individuellen Training und könnte nach der Länderspielpause zurückkehren.

Besonders auf der linken Außenbahn wird die Personaldecke nun dünn. Felix Agu bleibt als einzige echte Option, während Julian Malatini vermutlich rechts spielen wird. Nachwuchstalent Karim Coulibaly, bislang in der Innenverteidigung eingesetzt, könnte eine Chance auf der linken Seite der Viererkette erhalten. Steffen betonte: „Wir werden auch diesen Ausfall mit den Jungs, die da sind, auffangen.“

Trotzdem zieht der Trainer einen weiteren Neuzugang in Erwägung: „Noch ist es ganz frisch, aber das wird besprochen werden müssen.“ Die Suche nach Verstärkung für die rechte Seite bleibt aktuell, wobei ein Transfer von Isaac Schmidt noch nicht abgeschlossen ist. Zu möglichen Alternativen wie Elias Baum äußerte sich Steffen: „Es hat damit zu tun, was Frankfurt möchte. Dass er ein Spieler ist, den ich gut finde, ist auch klar.“

Die jüngsten Ausfälle, die fehlenden Neuzugänge und das Pokal-Aus in Bielefeld sorgen für eine angespannte Stimmung im Umfeld des Vereins. Steffen nimmt die Situation jedoch gelassen: „Nein, das sind Fakten, die da sind – und die darf jeder bewerten, wie er es möchte.“ Seine eigene Vorfreude auf das Debüt als Bundesliga-Trainer bleibt ungetrübt.

Steffen unterstreicht, wie wichtig es ihm ist, die Mannschaft zu motivieren und nach Lösungen zu suchen: „Das ist es, was mich antreibt – und da gibt es keinen Raum für irgendwelche negativen Gedanken.“ Er betont, dass sich Stimmungen schnell ändern können und er deshalb stets „positiv und zuversichtlich“ bleibt: „Das ist ein Grundsatz, den ich für mich habe – und wenn ich das nicht tun würde, dann wäre ich hier fehl am Platz.“

Trotz seiner kämpferischen Einstellung sieht Steffen Werder Bremen im kommenden Spiel in Frankfurt nur mit „Außenseiterchancen“. Dies verdeutlicht, wie sehr die Personalsorgen die Ausgangslage für den Traditionsverein zum Saisonstart erschweren.

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