Omari schockt HSV: Zwei schwere Lasten für den Neuzugang!

Nachdem Warmed Omari am Dienstagabend nach Hamburg geflogen war, folgte nach dem Medizincheck am Mittwoch direkt die Weiterreise nach Mallorca. Dort traf er mitten in der Nacht auf seine neuen Teamkollegen und nahm am Donnerstagmorgen erstmals am Training teil. Die Verpflichtung von Omari ist das Ergebnis langer Bemühungen des HSV, nachdem andere Wunschkandidaten wie Armel Bella-Kotchap oder Stefan Posch nicht zu realisieren waren.

Omari, Nationalspieler der Komoren, kam in der vergangenen Saison nur zu einem Einsatz für Olympique Lyon in der Ligue 1. Damit stellt sich die Frage, ob er die Erwartungen im Hamburger Abwehrzentrum erfüllen kann. Merlin Polzin, Mitglied des Trainerstabs, zeigte sich nach Omari erstes Training optimistisch und ordnete die Situation ein: „Jeder, der es mit dem HSV hält, wünscht sich Zugänge, die jung und schnell sind, zuletzt 34 Spiele gemacht haben und auch noch Nationalspieler sind. Aber wir müssen es richtig einordnen: Wir greifen jetzt als Aufsteiger in ein höheres Regal, aber es ist immer noch nicht so hoch wie die, aus denen sich andere Bundesligisten bedienen.“

Polzin betonte, dass der HSV ohne den Karriereknick des Verteidigers wohl keine Chance auf eine Verpflichtung gehabt hätte. „Seine Karriere ist nach dem starken Start bei Stade Rennes nicht ganz optimal verlaufen, aber andernfalls hätten wir auch keine Chance auf einen so talentierten Spieler gehabt.“ Für Omari sprechen seine Fähigkeiten, doch bringt er auch Herausforderungen mit: Neben mangelnder Spielpraxis begann er die Vorbereitung in Rennes später und ist daher noch nicht auf dem Fitnesslevel seiner neuen Kollegen.

Der Trainerstab will Omari langsam an die Belastung heranführen. „Warmed hatte eine etwas längere Sommerpause“, erklärt Polzin, „deshalb werden wir kein Risiko bei ihm eingehen. Ich bin aber auch weit entfernt davon, dass ich ihn erst am 4. Spieltag einsetzen will. Wir wollen ihn schnellstmöglich bei 100 Prozent haben.“ Dennoch ist Omari als Soforthilfe eingeplant und soll schon im anstehenden Testspiel gegen RCD Mallorca debütieren.

Polzin stellt klar: „Er soll am Samstag auf dem Platz stehen, dann werden wir sehen, was er im Tank hat.“ Die HSV-Verantwortlichen wollen so früh wie möglich herausfinden, inwieweit Omari der Mannschaft helfen kann. Für den 25-Jährigen ist es die Chance, sich nach einer schwierigen Phase im Klub erneut zu beweisen und zu zeigen, dass er das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigt.

Seit Donnerstagnachmittag ist Omari zudem nicht mehr der einzige Neuzugang im Trainingslager. Giorgi Gocholeishvili, 25-jähriger Rechtsverteidiger und Leihgabe von Schachtar Donezk, kam nach dem Mittagessen im Mannschaftshotel an und wird am Freitag erstmals mit dem Team trainieren. Damit erhält der Kader des HSV weitere Optionen für die kommende Saison.

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